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	<title>Daowege e.V. – Ganzheitliche Lebenskünste</title>
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	<description>Ausbildungen, Retreats, Kurse in Qi Gong, Taijiquan, Yoga, Meditation sowie gelebte Naturverbindung in Friedberg (bei Augsburg) und Ligurien.</description>
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		<title>Die Magie der Jahreskreisfeste – Stille, Rauhnächte und ein frisches Herz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 16:41:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Jahreskreisfeste als Weg der inneren Einkehr und gelebten Praxis Nach dem Tod meines Zen-Lehrers war ich zum ersten Mal – nach vielen, vielen Jahren – über den Jahreswechsel zu Hause. Die Zeit nach Heiligabend bis Neujahr war bis zu seinem Tod 2010 ein fester Termin in meinem Kalender. In der Zen-Tradition werden diese intensiven Zeiten [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Jahreskreisfeste als Weg der inneren Einkehr und gelebten Praxis</h2>



<p><br><br>Nach dem Tod meines Zen-Lehrers war ich zum ersten Mal – nach vielen, vielen Jahren – über den Jahreswechsel zu Hause. Die Zeit nach Heiligabend bis Neujahr war bis zu seinem Tod 2010 ein fester Termin in meinem Kalender. In der Zen-Tradition werden diese intensiven Zeiten der Praxis „Sesshin“ genannt – was so viel bedeutet wie „Herz/Geist berühren“ beziehungsweise „mit dem Herz/Geist in Berührung kommen“.<br>Es war immer eine ganz besondere Zeit der inneren Einkehr und des Rückzugs. Eine Zeit intensiver Praxis, der Stille und des gemeinsamen Schweigens. Eine Wohltat für die Sinne.<br>Nach seinem Tod öffnete sich unerwartet für mich die Tür zur Wintersonnenwende und zur Magie der Rauhnächte. Ich begann, mich intensiver mit den Jahreskreisfesten zu beschäftigen. Die Rauhnächte sind für mich bis heute ein Zeitraum der Stille und inneren Einkehr – wenn auch weniger in formeller Praxis.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img wpfc-lazyload-disable="true" fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/jahreskreisfeste-achtsamkeit-zen-1-1024x768.jpg" alt="Zen-Statue auf Lotusblüte vor einem Stein mit der Aufschrift „Jetzt“ – Symbol für Achtsamkeit und innere Einkehr im Jahreskreis" class="wp-image-900" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/jahreskreisfeste-achtsamkeit-zen-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/jahreskreisfeste-achtsamkeit-zen-1-300x225.jpg 300w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/jahreskreisfeste-achtsamkeit-zen-1-768x576.jpg 768w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/jahreskreisfeste-achtsamkeit-zen-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/jahreskreisfeste-achtsamkeit-zen-1.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Ein Moment der Stille – im Hier und Jetzt</strong></em> <strong><em>- an unserem Retreatort</em></strong></figcaption></figure>



<p><br>Ich weiß nicht mehr genau, wann es war – aber es ist sicher über zehn Jahre her –, da bestellte ich mir einen wunderschönen Wollschal bei einem kleinen irischen Unternehmen. Zusammen mit dem Schal kam ein Jahreskreisrad, das <strong>„Wheel of the Year“.</strong> Es hat mich so sehr angesprochen und fasziniert, dass ich begann, mich – neben den fünf Wandlungsphasen der chinesischen Medizin – vertieft mit den Jahreskreisfesten zu befassen. Der achtteilige, heute populäre und weit verbreitete „Wheel of the Year“ ist erst seit dem 20. Jahrhundert verbreitet und entspringt der modernen Wicca-Tradition beziehungsweise dem modernen Paganismus. Ostara, Litha und Mabon sind Beispiele für Namen, die erst im modernen Paganismus populär wurden. Jedes Jahr befasse ich mich aufs Neue mit den Jahreskreisfesten. Ich leere meine Tasse – meine Lieblingsmetapher dafür, bekannte Konzepte loszulassen und bewusst Platz zu schaffen, um Neues aufzunehmen – und vertiefe. „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen…“ – und so ergeht es mir auch mit den Jahreskreisfesten. Von Jahr zu Jahr wachse ich mit ihnen, tauche tiefer in das zyklische Werden und Vergehen, sterbe und werde neu geboren. Einer der wichtigen Sätze, die ich mir von meinen Zen-Lehrern tief eingeprägt habe, lautet, dass es wichtig ist, fortwährend ein „frisches Herz“ zu gebären – und dass genau das zugleich zu den großen Herausforderungen des Lebens gehört. </p>



<p>Die Jahreskreisfeste waren und sind für mich achtsame Anker im Jahreslauf geworden. Ich zelebriere sie nicht zwangsläufig in Gemeinschaft. Auch das pflege ich organisch – so, wie es mit dem Lebensfluss gerade stimmig ist. Beruflich begegne ich in unserer naturheilkundlichen Praxis sowie in unseren Seminaren und Ausbildungen vielen unterschiedlichen Menschen. Gerade deshalb wähle ich bei den Jahreskreisfesten manchmal bewusst den Rückzug.<br>Sie sind für mich Räume des<strong> Innehaltens</strong>, der <strong>Dankbarkeit</strong> und <strong>Wertschätzung</strong>. Diese Verankerung im Jahreskreislauf gibt uns Menschen Halt, Struktur und Stabilität. Sie erinnert uns an unsere Verbundenheit und daran, dass wir stets in zyklische Prozesse eingebunden sind. Ähnlich bereichernd empfinde ich auch die fünf Wandlungsphasen der chinesischen Medizin. Sie begleiten mich noch viel länger – seit meinem ersten innigen Kontakt mit den chinesischen und japanischen Künsten vor über 25 Jahren. Sie begeistern mich nicht nur theoretisch, sondern vor allem in der Praxis. Gerade die Qi-Gong-Praxis war für mich ein wichtiger Schlüssel, die Theorie in die Verkörperung zu integrieren. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/Jahreskreisfeste-Foto-1024x576.jpg" alt="Jahreskreisrad aus Holz mit Naturmaterialien wie Blättern, Kastanien und Beeren – Darstellung der Jahreskreisfeste im Jahreslauf" class="wp-image-901" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/Jahreskreisfeste-Foto-1024x576.jpg 1024w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/Jahreskreisfeste-Foto-300x169.jpg 300w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/Jahreskreisfeste-Foto-768x432.jpg 768w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2026/03/Jahreskreisfeste-Foto.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong><em>Jahreskreisfeste – eingebettet in den Rhythmus der Natur</em></strong></figcaption></figure>



<p>Seit über zwei Jahrzehnten begleite ich nun Menschen durch innere und äußere Wandlungsprozesse – in der Praxis, in Seminaren und in Ausbildungen. Die Jahreskreisfeste sind dabei für mich zu einem stillen, verlässlichen Kompass geworden, den ich nicht mehr missen möchte.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum Jahreskreisfeste heute wieder an Bedeutung gewinnen</strong></h2>



<p><br>Betrachten wir kurz die Jahreskreisfeste, die heutzutage an Popularität gewinnen:<br><strong>Lichtmess / Imbolc (Anfang Februar)<br>Frühlings-Tagundnachtgleiche / Ostara<br>Walpurgis / Beltane<br>Sommersonnenwende / Litha<br>Schnitterfest / Lughnasadh (1. August, gälisch) oder Lammas (1. August, christlich-englisch)<br>Herbst-Tagundnachtgleiche / Mabon<br>Allerheiligen / Samhain<br>Wintersonnenwende / Yule beziehungsweise Jul</strong></p>



<p><br>Sehr gut belegt und dokumentiert sind sicherlich die Sonnwenden – die Winter- und die Sommersonnenwende. Es sind astronomische Ereignisse, die Menschen seit Jahrtausenden bewegen. Man denke an Stonehenge, Newgrange oder das <a href="https://sonnenobservatorium-goseck.info/" target="_blank" rel="noopener">Sonnenobservatorium Goseck</a> in Deutschland, das ich dieses Jahr unbedingt besuchen möchte. Es wurde vor über 7.000 Jahren errichtet und besteht aus konzentrischen Kreisen, Gräben und Toren. Seine drei präzise ausgerichteten Tore dienten als Visiereinrichtungen zur Beobachtung der Sonne zu den Sonnenwenden.<br><br>Dies – und so viel mehr – gibt es zu entdecken. Mich fasziniert es immer wieder aufs Neue zu erforschen, was unsere Altvorderen zelebriert haben, was sich über Jahrhunderte oder gar Jahrtausende bewährt hat – und zugleich wahrzunehmen, wo unsere heutige Interpretation beginnt. Je mehr ich mich mit dem Thema befasse, desto mehr Fragen tauchen auf – und ich finde das wunderbar. Je tiefer man in die Materie einsteigt, umso bewusster wird einem, wie wenig wir eigentlich wissen. Und genau das lässt uns demütig bleiben.<br>Die Reise durch die Jahreskreisfeste darf vor allem eine <strong>Reise ins Innere</strong> sein. Sie erinnert uns an die Verbundenheit, an das Eingebundensein in zyklische Kreisläufe und an das beständige Werden und Vergehen in der Natur. Die Jahreskreisfeste erinnern uns jedoch nicht nur an die Vergänglichkeit, sondern vor allem an die Kostbarkeit des Lebens und des Augenblicks – und zugleich an das, was unvergänglich und ewig ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img wpfc-lazyload-disable="true" decoding="async" width="771" height="1024" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/03/photo_2025-10-29_16-36-42-771x1024.jpg" alt="Räucherkunde und Naturrituale" class="wp-image-838" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/03/photo_2025-10-29_16-36-42-771x1024.jpg 771w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/03/photo_2025-10-29_16-36-42-226x300.jpg 226w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/03/photo_2025-10-29_16-36-42-768x1020.jpg 768w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/03/photo_2025-10-29_16-36-42.jpg 964w" sizes="(max-width: 771px) 100vw, 771px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong><em>Ganzheitliche Räucherkunde und Naturrituale begleiten mich durch den Jahreskreis</em></strong></figcaption></figure>



<p>Die Kraft des Herzens, die sich in Mitgefühl und der Fähigkeit zu lieben ausdrückt. Wenn es eine Kraft gibt, die Zeiten und Kontinente überspannt, dann ist es in meinen Augen diese Kraft des Herzens. Die Reise vom Kopf ins Herz, von der Trennung in die Einheit und Verbundenheit, gehört zu den wichtigsten und großen transformativen Reisen, die wir – neben Geburt und Tod – in diesem Leben unternehmen. Es erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit, dass die "Magie der Jahreskreisfeste" nun unser Wirken in der Online-Akademie eröffnen darf. Mit Herzblut habe ich die Audioreise durch den Jahreskreis über das vergangene Jahr konzipiert und nun ins Leben gerufen.</p>



<p>Diejenigen, die diesen Weg vertiefen möchten, sind herzlich willkommen. Die <a href="https://www.daowege.de/angebote/aus-und-weiterbildungen/von-sonnwend-bis-rauhnacht-die-magie-der-jahreskreisfeste/">"Magie der Jahreskreisfeste - von Lichtmess bis zur Wintersonnwende"</a> beginnt am 21.3. und mit dem Booklet am Ende unserer Reise, darf sie dich weiter durch deine Jahreskreise begleiten und Früchte tragen. Du findest Details bei den Terminen - ich freue mich auf dich!</p>



<p><br></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hochsensibilität – Gabe, Herausforderung und Wege der Integration</title>
		<link>https://www.daowege.de/hochsensibilitaet-verstehen-integration/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2026 13:47:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Hochsensibel sein – zwischen Reizüberflutung, Wahrnehmung und innerer Stabilität Ist Hochsensibilität eine Chance oder eher eine Challenge? Gibt es hochsensible Menschen, kurz HSP (aus dem Englischen: highly sensitive person), wirklich? Ist Hochsensibilität nur Einbildung oder eine Modeerscheinung? Oder ist sie gar pathologisch? Spätestens wenn ich das Wort Hochsensibilität in eine Suchmaschine eingebe und bei bekannten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Hochsensibel sein – zwischen Reizüberflutung, Wahrnehmung und innerer Stabilität</strong></h2>



<div style="height:31px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ist Hochsensibilität eine Chance oder eher eine Challenge? Gibt es hochsensible Menschen, kurz HSP (aus dem Englischen: <em>highly sensitive person</em>), wirklich? Ist Hochsensibilität nur Einbildung oder eine Modeerscheinung? Oder ist sie gar pathologisch? Spätestens wenn ich das Wort <strong>Hochsensibilität</strong> in eine Suchmaschine eingebe und bei bekannten Krankenkassen oder Fernsehsendungen aktuelle Beiträge dazu finde, weiß ich: dieses Thema ist in der Gesellschaft angekommen. Wunderbar.</p>



<p>Elaine Aron hat sich auf diesem Gebiet einen Namen gemacht. Ihr Buch <em>The Highly Sensitive Person</em> wurde in über 70 Sprachen übersetzt und schätzungsweise mehr als eine Million Mal verkauft. Als ich vor einigen Jahren im Zuge einer Recherche selbst über dieses Buch stolperte, war mir plötzlich klar: ach, so werden Menschen wie ich heutzutage genannt. Interessant.</p>



<p>Wenn du dich mit deiner Sensibilität sehr wohl fühlst, sie nie als herausfordernd erlebst oder Hochsensibilität für dich keinerlei Thema ist, darfst du diesen Blog Eintrag gerne überspringen. Solltest du jedoch zu jenen Menschen gehören, die diesen Wesenszug als Herausforderung erfahren, nehme ich dich gerne mit auf eine persönliche Introspektion. Ich teile mit dir, was mir auf meinem Weg und in der Begleitung hochsensibler Menschen hilfreich war – und bis heute ist. Solltest du mit hochsensiblen Menschen zusammen leben bzw. arbeiten und dich manchmal fragen, warum sie so "speziell" sind, lade ich dich ebenfalls ein diesen Beitrag zu lesen. Ich hoffe du wirst sie dadurch ein besser verstehen können.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/shutterstock_2509276505-1024x576.jpg" alt="Hochsensibilität verstehen" class="wp-image-406" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/shutterstock_2509276505-1024x576.jpg 1024w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/shutterstock_2509276505-300x169.jpg 300w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/shutterstock_2509276505-768x432.jpg 768w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/shutterstock_2509276505-1536x864.jpg 1536w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/shutterstock_2509276505-2048x1152.jpg 2048w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/shutterstock_2509276505-scaled.jpg 2560w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Erdung und Zentrierung sind besonders wichtig für hochsensible Menschen </em></figcaption></figure>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Hochsensibilität?</h2>



<p>Meine liebste Definition von Hochsensibilität ist folgende: das Nervensystem hochsensibler Menschen ist dafür angelegt, äußerst nuanciert wahrzunehmen. Man könnte auch sagen, die Wahrnehmungsschwelle ist verändert. Hochsensible Menschen reagieren auf Sinnesreize oft besonders empfindsam. Gerüche, Lichteindrücke, Geräusche oder haptische Wahrnehmungen werden intensiver wahrgenommen und verarbeitet. Hochsensibilität bedeutet ganz konkret: mehr Input, der „verdaut“ werden möchte.</p>



<p>Man geht davon aus, dass dieses stark empfängliche Nervensystem bei etwa 15–20 % der Menschen genetisch veranlagt ist. Doch was ist der Ursprung der Hochsensibilität? Darauf gibt es bislang keine abschließenden Antworten. Vieles liegt noch im Verborgenen.</p>



<p>Elaine N. Aron, eine Pionierin in der Erforschung der Hochsensibilität, formuliert es so:<br>„<em>So viele Nervensysteme können nicht falsch, fehlerhaft oder genetisch defekt sein. Dieser Wesenszug muss also einen Zweck haben – zum Beispiel kommt es jeder Gruppe zugute, wenn eines ihrer Mitglieder Dinge bemerkt, die den anderen entgehen.“</em></p>



<p>Es gibt auch die Hypothese, dass eine erhöhte Sensibilität durch Traumatisierung ausgelöst werden kann. Dies kann ich aus meiner langjährigen Tätigkeit als Heilpraktikerin bestätigen. Da das Thema "Trauma" jedoch sehr komplex ist und den Rahmen dieses Artikels sprengt, würde ich das Thema Trauma gern an anderer Stelle wieder aufgreifen. <br>Für mich ist klar: Hochsensibilität ist Realität – vielleicht nicht für alle Menschen, aber doch für jeden fünften oder sechsten. Allein das ist Grund genug, genauer hinzuschauen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Aus der Sicht einer Hochsensiblen</h2>



<p>In meiner Kindheit und Jugend wage ich zu bezweifeln, dass es den Begriff Hochsensibilität überhaupt gab. Auch während meiner Heilpraktiker-Ausbildung wurde dieses Thema nicht behandelt. Erst viele Jahre später, im Zuge einer Recherche, stieß ich auf das Buch von Elaine N. Aron – zu einem Zeitpunkt, als ich meine Sensibilität längst in mein Leben integriert hatte, privat wie beruflich.</p>



<p><strong>Integration</strong> ist ein Schlüsselwort für hochsensible Menschen. Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich theoretisch erst dann intensiver mit Hochsensibilität befasste, nachdem ich mich praktisch im Alltag und auf alten Übungspfaden damit auseinandersetzen musste. Ich wusste nur, dass ich „anders ticke“. Im Laufe der Jahre lernte ich, dies anzunehmen, als Gabe wertzuschätzen und bewusst einzubringen. Die Pfade des Zen Buddhismus und die Praxis des Qi Gong und Yoga waren für mich wichtige Schlüssel in diesem Prozess der "Annahme". Achtsame Körpertherapie und Körperarbeit habe ich in der Integration ebenfalls als sehr unterstützend erfahren.</p>



<p>Grundsätzlich bin ich kein Fan von Schubladendenken. Hochsensibilität zeigt sich so individuell wie der Mensch selbst – ob sensibler oder weniger sensibel.</p>



<p>Für mich kristallisieren sich rückblickend drei zentrale Punkte heraus:</p>



<p>Hochsensibilität</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li>ist keine Pathologie</li>



<li>ist nichts Elitäres oder Besonderes</li>



<li>bedarf der Integration, das ist in meinen Augen der wichtigste Aspekt</li>
</ol>



<p>Im Folgenden gehe ich auf wesentliche Aspekte dieser Integration ein. Ich betone ausdrücklich, dass ich hier nicht von erhöhter Sensibilität infolge von Traumatisierung spreche. In diesem Artikel widme ich mich ausschließlich einer angeborenen Hochsensibilität – so wie es bei mir der Fall war.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Der Prozess der Integration</h2>



<p>Ob als Heilpraktikerin in meiner Praxis, in der ich seit 2012 in Vollzeit arbeite, oder als Ausbilderin in unseren Qi-Gong- und Kräuterpädagogik-Ausbildungen: für die Integration der Hochsensibilität gibt es aus meiner Sicht einen zentralen Schlüssel. Und dieser klingt fast profan, ist für hochsensible Menschen jedoch überlebenswichtig – gerade in unserer reizüberfluteten Zeit.</p>



<p>Dieser Schlüssel heißt: <strong>Verkörperung</strong>.</p>



<p>Vielleicht schüttelst du nun den Kopf und denkst: ich habe doch einen Körper, also bin ich verkörpert. Ja – und nein. Verkörperung bedeutet für mich, ganz zu sein. "Ganz sein" heißt "heil sein", "<em>whole</em>" im Englischen. Und ganz können wir nur sein, wenn wir präsent sind – im Hinfallen ebenso wie im Aufstehen.</p>



<p><strong>Präsenz</strong> bedeutet nicht, dass das Leben uns nicht mehr herausfordert. Im Gegenteil: präsent zu sein heißt, mit Klarheit und Bewusstheit am Tanz des Lebens teilzunehmen. Diese Präsenz wohnt im Körper, nicht außerhalb. Wir leben in dieser Präsenz ein ausgeprägtes sowie klares Körperbewusstsein, in dem Bewusstheit jede Zelle und Pore durchdringt. Diese Qualität fällt uns nicht einfach zu – sie will kultiviert werden. Die Grundlage dafür ist Achtsamkeit. Ohne Achtsamkeit keine Verkörperung. Gerade bei Hochsensiblen beobachte ich oft die Tendenz "abzuheben" bzw. die Flucht in energetisch-feinstoffliche Herangehensweisen. Warum ist das so? Aus dem einfachen Grund, dass die "Verkörperung" für viele Hochsensible eine größere Herausforderung ist als für viele andere Menschen. Durch die erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit nimmt man natürlich auch im und am Körper vielfältige Zeichen wahr, ein Hang zur Hypochondrie ist nicht selten. Daher möchten viele die körperlichen Aspekte gerne "umgehen" und sich gleich den "energetisch, feinstofflichen" Dingen zuwenden, zu denen sensible Menschen von Natur aus einen leichteren Zugang haben. Auch das gute Einfühlungsvermögen, die Empathiefähigkeit, führen gern zu einem "außer sich sein" - zu schnell verirrt man sich in anderen Menschen, weil man ein sehr feines Gespür für ihre Bedürfnisse und Emotionen hat. Für manche ist es auch eine ideale Flucht, die sich als "Altruismus" verkleidet, um sich mit seinen "Problemen" nicht auseinanderzusetzen. Da hilft nur Ehrlichkeit mit sich selber.</p>



<p>Für mich waren es vor allem Zen-Buddhismus, Qi Gong, Yoga, Shiatsu und ganzheitliche Körperarbeit, die mich auf dem Weg der Integration meiner Hochsensibilität begleitet haben – und es bis heute tun.</p>



<p>Weitere zentrale Aspekte der Integration sind <strong>Erdung, Zentrierung und eine gesunde Abgrenzungsfähigkeit</strong>. Zum Thema Zentrierung habe ich einen eigenen Blog-Eintrag erstellt in welchem es um die Stärkung unserer Mitte geht, im Japanischen "Hara" genannt. Du findest ihn <a href="https://www.daowege.de/hara-die-erdmitte/">HIER</a></p>



<p></p>



<p>Aus langjähriger Begleitung von (hoch)sensiblen Menschen sowie aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die <strong>Abgrenzungsfähigkeit </strong>gerade im Alltag und Beruf oft die größte Herausforderung darstellt. Die Haut bildet unsere natürliche Grenze: sie schützt und ermöglicht zugleich Austausch. Achtsame Berührung – etwa im Shiatsu – war für mich ein entscheidender Erfahrungsraum, um meine Abgrenzungsfähigkeit zu stärken. Durch bewussten, respektvollen Kontakt wird die eigene Grenze unmittelbar spürbar. Daraus entsteht etwas Paradoxes und zugleich Heilsames: ich werde mir meiner Grenzen bewusst und erfahre mich gleichzeitig als grenzenloses Wesen. Beides gehört zusammen.</p>



<p>Zu einer gesunden Abgrenzungsfähigkeit gehören für mich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die eigenen Bedürfnisse klar zu benennen</li>



<li>Grenzen setzen zu können</li>



<li>empathisch zu sein, ohne mitzuleiden</li>
</ul>



<p>Es gibt kein Patentrezept. Doch jedes Mal, wenn Grenzen verletzt werden – die eigenen oder die anderer – eröffnet sich die Chance zu lernen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/photo_2024-12-01_08-24-57-1024x768.jpg" alt="Hochsensibilität verstehen" class="wp-image-369" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/photo_2024-12-01_08-24-57-1024x768.jpg 1024w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/photo_2024-12-01_08-24-57-300x225.jpg 300w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/photo_2024-12-01_08-24-57-768x576.jpg 768w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/photo_2024-12-01_08-24-57.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Integration von Hochsensibilität- Rückzug, Stille und Aufenthalte in der Natur stärken uns</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Das Leben bietet uns fortwährend Möglichkeiten zu lernen und uns weiterzuentwickeln. Neuroplastizität nennt man das. In vielen ganzheitlichen Berufen und Lebenswegen ist Hochsensibilität nicht nur gefragt, sondern ein wertvolles Potenzial.</p>



<p>Indem ich mich intensiv auf den Prozess der Integration eingelassen habe, wurde ich zugleich feinfühliger und verkörperter. Es gibt noch viel zu entdecken, stelle ich immer wieder fest. Meine Devise lautet: <em>Mache das Beste aus deinen Gaben und hinterlasse die Welt ein wenig geordneter, freudvoller und harmonischer, als du sie vorgefunden hast.</em></p>



<p>Dieser Prozess beginnt in uns selbst. In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du deine dir gegebene Hochsensibilität als Gabe erkennst – nicht nur zum Wohle anderer, sondern auch zu deinem eigenen. Denn dein Wohl ist untrennbar mit dem Wohl der Wesen um dich herum verbunden.</p>



<p>Meine persönliche Film Empfehlung im englischen Original: <a href="https://sensitivethemovie.com/" target="_blank" rel="noopener">"Sensitive - the untold story"</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Frauen Qi Gong – eine sinnliche Lebenskunst weiblicher Kraft</title>
		<link>https://www.daowege.de/frauen-qi-gong-sinnliche-lebenskunst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2026 12:26:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Qi Gong für Frauen: Weibliche Energetik, Yin-Kraft und geerdete Eigenmacht Frauen Qi Gong – eine sinnliche Lebenskunst Qi Gong ist ein Kunstbegriff, welcher um 1950 von zwei chinesischen Qi-Gong-Meistern entwickelt wurde, um eine Vielzahl unterschiedlicher Traditionen unter einem Dach zu vereinen. „Qi“ wird meist mit „Energie“ übersetzt und „Gong“ mit „stetes Üben, Arbeit, Pflege“. Ich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Qi Gong für Frauen: Weibliche Energetik, Yin-Kraft und geerdete Eigenmacht</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Frauen Qi Gong – eine sinnliche Lebenskunst</h2>



<p>Qi Gong ist ein Kunstbegriff, welcher um 1950 von zwei chinesischen Qi-Gong-Meistern entwickelt wurde, um eine Vielzahl unterschiedlicher Traditionen unter einem Dach zu vereinen. „Qi“ wird meist mit „Energie“ übersetzt und „Gong“ mit „stetes Üben, Arbeit, Pflege“.</p>



<p>Ich praktiziere seit 2002 diesen vielschichtigen alten Pfad, unterrichte nun seit über 15 Jahren diese wunderschöne Kunst und bin seit 2018 Qi Gong Ausbilderin. Nach all den Jahren kann ich Ihnen versichern: Qi Gong, so wie ich es erfahre, ist weder staubtrockene Gymnastik noch langweiliger Reha-Sport für Menschen in der Rekonvaleszenz. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Qi Gong als kurative Maßnahme, in Reha-Einrichtungen oder zur Wiederherstellung der Gesundheit, ist äußerst wirkungsvoll und stärkend. Die Übungen sind gerade für Menschen sehr gut zugänglich, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.</p>



<p>Heute möchte ich jedoch andere Aspekte des Qi Gong vermitteln. Facetten, die weniger bekannt sind oder gewürdigt werden. <strong>Qi Gong als sinnlich lebendiger Weg in eine erdverbundene, zentrierte Weiblichkeit.</strong><br>Unter der Vielzahl an verschiedenen Qi-Gong-Traditionen, die durchaus sehr unterschiedliche Geschmäcker aufweisen, lade ich Sie ein, mit mir gemeinsam in die Welt des <strong>Frauen Qi Gong</strong> einzutauchen. Eine Welt, die mir – neben der Körperarbeit – so viele Türen zu meiner weiblichen Kraft geöffnet hat.</p>



<p>Willkommen in der Schatzkammer des Qi Gong.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/TARA-1024x682.jpg" alt="Frauen Qi Gong - Seminar in den Bergen" class="wp-image-867" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/TARA-1024x682.jpg 1024w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/TARA-300x200.jpg 300w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/TARA-768x512.jpg 768w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/TARA-1536x1024.jpg 1536w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/TARA-2048x1365.jpg 2048w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/TARA-scaled.jpg 2560w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Heilsames Frauen Qi Gong (Nüzi Qigong) als Weg der Lebenspflege</em></figcaption></figure>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist das Besondere an Qi Gong für Frauen?</h2>



<p>Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass es mir in diesem Blog Eintrag um essenzielle Aspekte im Qi Gong geht, die sich der <strong>weiblichen Energetik</strong> widmen. Ich teile hier vor allem meinen persönlichen Erfahrungsschatz.</p>



<p>Um den Raum für weibliche Themen zu öffnen, habe ich vor über einem Jahrzehnt begonnen, für Frauen heilsame Qi-Gong-Räume anzubieten, die ihren weiblichen Bedürfnissen entgegenkommen. Viele Frauen suchen geschützte Räume, in denen sie ihr Becken als lebendige Kraftquelle wiederentdecken können. Ideal ist es, wenn diese transformativen Erfahrungsräume in eine Kreiskultur eingebettet sind – weg vom hierarchischen Prinzip, hin zur Begegnung auf Augenhöhe.</p>



<p>Im Kreis pflegen wir Kooperation statt Konkurrenz. Achtsames Zuhören und Sprechen bilden die gemeinsame Basis – ebenso wie Achtsamkeit überhaupt die Grundlage jedes ganzheitlichen Pfades ist. Im <strong>Frauen Qi Gong</strong> geht es für mich um weit mehr als spezifische Übungen und Formen: Es geht darum, eine <strong>Haltung</strong> zu kultivieren. Eine Haltung der Wertschätzung, der Achtung und des Respekts – uns selbst gegenüber.</p>



<p>Diese Haltung verbindet uns (wieder) mit der uns innewohnenden Kraft und führt uns in die Eigenmacht. Ich stehe sehr dafür ein, dass Frauen ihren Platz in der Gesellschaft voll und ganz einnehmen – und genauso dafür, dass Männer ihren Platz voll und ganz einnehmen. Statt in Ohnmacht zu verharren oder Schuldzuweisungen zu kultivieren, lade ich ein, ins Handeln zu kommen. Wie wäre es, aus der Ohnmacht in die Eigenmacht zu treten?</p>



<p>Ich lade Frauen auf dem Pfad des <strong>Frauen Qi Gong</strong> ein, das Zepter in die Hand zu nehmen und ihren inneren Thron mit jeder Zelle und jeder Pore einzunehmen. Das männliche Prinzip (Yang) und das weibliche Prinzip (Yin) konkurrieren im Qi Gong nicht, sondern sind einander ebenbürtig. Jeder Qi-Gong-Pfad beginnt mit dem rechten Verständnis von Yin und Yang als polare Kräfte gleicher Würde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="580" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/gefesselte-Frau-1-1024x580.jpg" alt="Frauen Qi Gong " class="wp-image-875" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/gefesselte-Frau-1-1024x580.jpg 1024w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/gefesselte-Frau-1-300x170.jpg 300w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/gefesselte-Frau-1-768x435.jpg 768w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/gefesselte-Frau-1-1536x870.jpg 1536w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/gefesselte-Frau-1-2048x1161.jpg 2048w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2025/01/gefesselte-Frau-1-scaled.jpg 2560w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Frauen Qi Gong - ein Weg aus der Ohnmacht in die lebendige Eigenmacht</em></figcaption></figure>



<div style="height:29px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Die vier Juwelen des Frauen Qi Gong</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1. Juwel: Frauen Qi Gong nährt das Yin-Prinzip</h3>



<p>Wenn wir in die Welt des Qi Gong eintauchen, bewegen wir uns automatisch im Reich der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die Konzepte von Yin und Yang, die fünf Wandlungsphasen, die drei Schätze sowie das Verständnis der Leitbahnen (Meridiane) und Akupunkturpunkte bilden unsere Basis.</p>



<p>Vereinfacht gesagt steht das Yin-Prinzip für das Bewahrende, Rezeptive und Nährende. In Yin-betonten Qi-Gong-Übungen zeigt sich dies darin, dass dem „Sein-Lassen“ mehr Raum gegeben wird als dem aktiven Führen. Äußerlich mag der Unterschied gering erscheinen, doch in der Qualität der Übung ist er deutlich spürbar.</p>



<p>Frauen sind es oft gewohnt, alles „im Griff zu haben“. Dabei geht die Kraft des Sein-Lassens leicht verloren. Im <strong>Frauen Qi Gong</strong> steht nicht die kraftvolle Ausführung im Vordergrund, sondern ein sanfter, durchlässiger, anmutiger und fließender Ausdruck. Über unsere Füße verbinden wir uns mit Mutter Erde, wurzeln in ihr und erfahren ihre tragende, nährende Kraft.</p>



<p>Das erste Juwel des Frauen Qi Gong ist somit die Pflege der Yin-Qualität des Sein-Lassens – des Empfangens, Bewahrens und Nährens.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">2. Juwel: Frauen Qi Gong erweckt das mittlere Dantian</h3>



<p>Im Qi Gong werden drei zentrale Dantian unterschieden, die weniger als Punkte, sondern vielmehr als energetische Räume verstanden werden. Während in vielen Qi-Gong-Formen das untere Dantian im Fokus steht, lädt <strong>Qi Gong für Frauen</strong> dazu ein, dem mittleren Dantian besondere Aufmerksamkeit zu schenken – es wird oft als das „Dantian der Frauen“ bezeichnet.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Oberes Dantian (Shang Dantian): über der Nasenwurzel, zwischen den Augenbrauen</li>



<li>Mittleres Dantian (Zhong Dantian): in der Mitte des Brustkorbs, auf Herzhöhe</li>



<li>Unteres Dantian (Xia Dantian): im Unterbauch, unterhalb des Nabels</li>
</ul>



<p>Das zweite Juwel des Frauen Qi Gong ist die bewusste Pflege und Erweckung des mittleren Dantian – jenes Raumes, der im Yoga auch als Herzchakra bekannt ist.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">3. Juwel: Frauen Qi Gong und das Becken als lebendige Kraftquelle</h3>



<p>Energetische Dysbalancen im Bauch- und Beckenraum können sich vielfältig zeigen: Menstruationsbeschwerden, unregelmäßige Zyklen, unerfüllter Kinderwunsch oder Veränderungen der Libido. Wie sehr wir mit unserer Weiblichkeit in Verbindung sind, zeigt sich auch darin, wie sehr wir im Beckenraum zu Hause sind.</p>



<p>Im <strong>Qi Gong für Frauen</strong> erwecken wir die Lebendigkeit des Schoßraums durch Bewusstheit und Präsenz. In stillen Übungen tauchen wir in diesen Raum ein, in bewegten Übungen lösen wir Verspannungen und erwecken Sinnlichkeit und Beweglichkeit. Manche Übungen haben dabei einen fast tänzerischen Charakter.</p>



<p>Sinnlichkeit meint hier nicht Sexualität, sondern ursprüngliche Lebendigkeit – das pulsierende Leben selbst. Das dritte Juwel des Frauen Qi Gong ist die bewusste, lebendige Präsenz im Beckenraum.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">4. Juwel: Frauen Qi Gong als Weg geerdeter Eigenmacht</h3>



<p>Der Qi-Gong-Pfad ist ein Weg der Verkörperung. Über Jahre hinweg verinnerlichen wir eine Haltung, die uns zwischen Himmel und Erde verankert. Wir wurzeln in der Erde, sind verbunden mit dem Himmel und nehmen unseren einzigartigen Platz im Leben ein.</p>



<p>Eigenmacht bedeutet hier nicht Kontrolle, sondern Hingabe an den Fluss des Lebens. Wenn wir unsere weibliche Kraft authentisch leben, lösen wir uns von äußeren Zuschreibungen und gesellschaftlichen Korsetten. Wir übernehmen Verantwortung und erkennen, dass Yin und Yang in uns wirken – gleichwertig und untrennbar.</p>



<p>Das vierte Juwel des Frauen Qi Gong ist die Fähigkeit zur Hingabe und zur Aufgabe scheinbarer Kontrolle.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Frauen Qi Gong als heilsamer Weg</h2>



<p>Frauen Qi Gong vereint achtsame Berührung, Visualisierungen sowie stille und bewegte Übungen zu einem sinnlichen, harmonischen Ganzen. Die Wirbelsäule wird aktiviert, der Beckenraum belebt und das Herz darf weit werden. Gleichzeitig lernen wir, uns zu zentrieren, zu erden und gesunde Grenzen zu setzen.</p>



<p>Gerade für (hoch)sensible Frauen ist <strong>Qi Gong für Frauen</strong> ein nährender, stärkender und heilsamer Weg. Die kontinuierliche Praxis hat mir persönlich sehr geholfen, meine Hochsensibilität zu integrieren – eine Erfahrung, die ich von Herzen weiterempfehle.</p>



<p></p>



<p>Wenn du in den Pfad des <strong>Frauen Qi Gong</strong> sinnlich eintauchen möchtest, lade ich dich herzlich zu meinem <strong>Jahrestraining „Qi Gong für Frauen 2026“</strong> vom 16.4.-8.11.2026 ein. Die Aus- und Weiterbildung verbindet Präsenzmodule in Schönau am Königssee mit einer begleitenden Online-Begleitung in einem geschlossenen privaten Kanal zwischen den Modulen. Details: <a href="https://www.daowege.de/angebote/jahrestraining-qi-gong-fuer-frauen/">HIER</a></p>



<p>Unser schönes Seminar findet inmitten herrlicher Bergpracht im Berchtesgadener Land in Schönau am Königssee statt, Infos <a href="https://www.koenigssee.de/home" target="_blank" rel="noopener">HIER</a></p>



<p></p>
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		<title>Taikiken - 太気拳</title>
		<link>https://www.daowege.de/taikiken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 19:12:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Sawai Kenichi (1903 – 1988) war ein japanischer Schüler von Wang Xiangzhai. Er lebte zur Zeit des 2. Weltkriegs in China. Obwohl er ein erfahrener Kampfkünstler und hochrangiger Praktizierender des Judo (5. Dan), Kendo (4. Dan) und Iaido (4. Dan) war wurde er 1939 in Peking in einem Wettkampf von Wang Xiangzhai mühelos besiegt. Diese [&#8230;]]]></description>
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<p>Sawai Kenichi (1903 – 1988) war ein japanischer Schüler von Wang Xiangzhai. Er lebte zur Zeit des 2. Weltkriegs in China. Obwohl er ein erfahrener Kampfkünstler und hochrangiger Praktizierender des Judo (5. Dan), Kendo (4. Dan) und Iaido (4. Dan) war wurde er 1939 in Peking in einem Wettkampf von Wang Xiangzhai mühelos besiegt. Diese Erfahrung war erschütternd für ihn. So wollte er ein Schüler von Meister Wang werden. Aufgrund der politischen Spannungen zu dieser Zeit und der Aggression Japans gegenüber China lehnte Wang Xiangzhai dieses Gesuch ab. Da Sawai Kenichi außergewöhnlich hartnäckig war, akzeptierte er ihn nach einiger Zeit jedoch als Schüler.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" width="474" height="342" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/grafik-1.png" alt="grafik 1" class="wp-image-444" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/grafik-1.png 474w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/grafik-1-300x216.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center">Sawai Kenichi bei der Annahme eines Front-Kicks.</p>



<p><br>Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Taikiken und Yi Quan</p>



<p>Da Taikiken im Wesentlichen auf dem Yi Quan basiert gibt es vor allem Gemeinsamkeiten zwischen beiden Kampfkünsten. In der Tat entwickelt sich Yi Quan mit jedem Praktizierenden weiter. So dürfen sich Art und Weise des Shili und der Bewegung im Tuishou wie Sanshou der Übenden unterscheiden. Hier geht Yi Quan im Sinne der asiatischen Kampfkünste ganz neue Wege. Währende alte Kampfkünste auf das exakte Nachahmen einer Form Wert legen wie z.B. im Shaolin Quan oder Taijiquan, geht es im Yi Quan um die echte Erfahrung und Entwicklung des eigenen Verständnisses. Aus diesem Grund darf sich Yi Quan stetig weiterentwickeln. Wang Xiangzhai sprach immer wieder von der “Wissenschaft des Kämpfens” und kritisierte sehr das sture Auswendiglernen von Formen.</p>



<p>Taikiken unterscheidet sich zum Yi Quan dahingehend, dass einige Bewegungen Verwandschaft mit der japanischen Art und Weise ein Schwert zu führen zeigen, da Meister Sawai auch ein Praktizierender des Kendo und Iaido war. Die Haltungen im Zhan Zhuang (im japanischen ändert sich der Name zu Ritsuzen = stehende Zenmeditation) sind wesentlich übersichtlicher und der Fokus auf das Kumite mag ein bisschen stärker sein als im Yi Quan.</p>



<p></p>
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		<title>Yi Quan - 意拳</title>
		<link>https://www.daowege.de/yi-quan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 19:04:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Yi (意) steht für “Geist” im Sinne der Absicht, der Intention oder der Idee. Quan 拳 bedeutet wörtlich Faust, aber steht im allgemeinen für Kampfkunst. Yi Quan ist somit die Kampfkunst der Absicht, der Intention. Im Gegensatz zu anderen Kampfkünsten hat Yi Quan keine festen Formen, sondern besteht aus drei wichtigen Prinzipien: 1. Zhan Zhuang [&#8230;]]]></description>
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<p>Yi (意) steht für “Geist” im Sinne der Absicht, der Intention oder der Idee. Quan 拳 bedeutet wörtlich Faust, aber steht im allgemeinen für Kampfkunst. Yi Quan ist somit die Kampfkunst der Absicht, der Intention. Im Gegensatz zu anderen Kampfkünsten hat Yi Quan keine festen Formen, sondern besteht aus drei wichtigen Prinzipien:</p>



<p><strong>1. Zhan Zhuang</strong> (站桩): Das Einnehmen bestimmter Positionen um eine gute Körperstruktur aufzubauen und zu analysieren. Das ist die Basis um in der Kunst des Kämpfens stabil und kraftvoll ausgerichtet zu sein.</p>



<p><strong>2. Shili</strong> (试力): Wörtlich “Prüfen der Kraft”. Das Üben des Shili ist eine Übung um Kraftentwicklung verstehen zu lernen und in der Partnerarbeit einsetzen zu können. Aus Shili kann sich später Fali (发力) “explosive Kraft” entwickeln</p>



<p><strong>3. Mocabu</strong> (摩擦步): Der “Reibeschritt” ist die Basis der Schrittarbeit und fördert Stabilität und Balance in der Bewegung</p>



<p>Ein wesentlicher Bestandteil des Yi Quan ist es die Vorstellungskraft (Yi = Intention, Absicht) zu nutzen. Wang Xiangzhai war der modernen Sportpsychologie somit voraus, denn auch im Leistungssport wird die Vorstellungskraft heute genutzt wie dieses Zitat von André Agassi verdeutlicht:</p>



<p>„Ich hatte schon tausend Mal Wimbledon in meiner Vorstellung gewonnen, bevor ich es wirklich gewonnen habe."</p>



<p>Um zu sehen ob die Basis und die eigene Vorstellungskraft wirklich verinnerlicht worden sind, sind Partnerübungen wie <strong>Tuishou</strong> (推手) und <strong>Sanshou</strong> (散手) also freies Kämpfen (japanisch auch als Kumite 組手 bekannt) essentiell. Um Verletzungen zu vermeiden verwenden wir im Sanshou Schutzhandschuhe und einen Kopfschutz. Die Intensität der Übung wird entsprechend des Niveaus und der Wünsche der Partner angepasst.</p>



<p>Kurzgefasst ist Yi Quan eine sehr tiefgründige und grundlegende Kampfkunst, die sowohl zur Fähigkeit realistisch zu kämpfen, aber auch sich Gesund zu erhalten beiträgt. Aufgrund der tiefgründigen Körperanalyse ist Yi Quan auch sehr gut als Ergänzung zu anderen Kampf- und Bewegungskünsten sowie für Schauspieler und Tänzer geeignet.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-cover" style="min-height:1407px;aspect-ratio:unset;"><span aria-hidden="true" class="wp-block-cover__background has-background-dim"></span><img wpfc-lazyload-disable="true" loading="lazy" decoding="async" width="500" height="800" class="wp-block-cover__image-background wp-image-440" alt="Wang Xiangzhai bei der Darstellung einer Position des Zhan Zhuang" src="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/grafik.png" style="object-position:50% 50%" data-object-fit="cover" data-object-position="50% 50%" srcset="https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/grafik.png 500w, https://www.daowege.de/wp-content/uploads/2024/12/grafik-188x300.png 188w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /><div class="wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center has-large-font-size"></p>
</div></div>



<p>Wang Xiangzhai bei der Darstellung einer Position des Zhan Zhuang</p>



<p><strong>Fun Fact</strong></p>



<p>Wie Yi Quan ist auch Bruce Lees Kampfkunst Jeet Kune Do (截拳道 = “Kampfkunst der abfangenden Faust”) eine moderne, formfreie und erfahrungsbezogene Kampfkunst. Bruce Lee lernte nicht nur Wing Chun - wie gerne von Wing Chun Schulen hervorgehoben wird - sondern auch Chen-Stil Taijiquan, europäisches Boxen, Fechten und… Yi Quan.</p>



<p><strong>Unsere (freie) Tradition</strong></p>



<p>Mein Lehrer ist Maître Jean-Luc Lesueur. Maître Lesueur hatte das Glück von hochrangigen Meistern des Yi Quan (Li Jianyu, Wang Yu Fang), des Dachengquan (Wang Xuejie), des Taikiken (Sawai Kenichi) sowie des Shuai Jiao (Wang Wenyong) zu lernen. Dieses gesammelte Wissen gibt er sehr freigiebig weiter. Trotz seiner über 60jährigen Erfahrung ist er stets bodenständig, humervoll und demütig geblieben.</p>



<p>Kampfkünstler und Bewegungskünstler anderer Traditionen sind bei uns sehr willkommen. Jeder Weg und jede Erfahrung kann zur eigenen und zur Entwicklung des Yi Quan beitragen. Wir sind kein Kampfkunstkult, der sich hinter Traditionen versteckt und sich der Illusion hingibt unbesiegbar zu sein. Das Leben lehrt uns, dass es immer Menschen gibt die ein besseres oder schlechteres Niveau haben werden als wir. Diese Erfahrung macht demütig und gleichzeitig entspannt. Allein die eigene Entwicklung zählt, nicht nur in Bezug auf den Körper, sondern insbesondere auf den Geist und die innerliche Ausrichtung. Selbst wenn man von 100 Wettkämpfen 100 verliert hat man etwas gelernt. Frei nach dem Motto: “When you loose, don’t loose the lesson.” Wer sich auf diesen Weg begeben möchte, darf sowohl Ausdauer als auch Humor mitbringen. Beide Eigenschaften sind essentiell für ein gutes Lernen.</p>
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		<title>Taijiquan  - 太极拳</title>
		<link>https://www.daowege.de/taijiquan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 18:59:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Taijiquan (太极拳 sprich Tai Dschi Dschüän) gehört zur Familie der “inneren Kampfkünste” den Neijiaquan (家拳 sprich Nei Dschia Dschüän. Es kultiviert die körpereigene Lebenskraft Qi (氣 sprich Tschi), die Atmung und die Balance und stärkt somit die Gesundheit. Die Bewegungen des Taijiquan erinnern an die Qualitäten des Wassers: so sind diese fließend und passen sich [&#8230;]]]></description>
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<p>Taijiquan (太极拳 sprich Tai Dschi Dschüän) gehört zur Familie der “inneren Kampfkünste” den Neijiaquan (家拳 sprich Nei Dschia Dschüän. Es kultiviert die körpereigene Lebenskraft Qi (氣 sprich Tschi), die Atmung und die Balance und stärkt somit die Gesundheit. Die Bewegungen des Taijiquan erinnern an die Qualitäten des Wassers: so sind diese fließend und passen sich Widerständen an. Und doch kann Wasser in seiner geballten Kraft Dämme einreißen. „Be water my friend“ sagte einst Bruce Lee, inspiriert von der daoistischen Philosophie.</p>



<p>Begründet wurde das Taijiquan im 17. Jahrhundert von Chen Wangting (1600 - 1680). Als General im Ruhestand verfügte er über ein umfassendes kämpferisches und strategisches Wissen. Dieses verband er mit der Philosophie der traditionellen chinesischen Medizin und der “inneren Arbeit” (Neigong) wodurch diese ganzheitliche Kampfkunst entstanden ist.</p>



<p>Eine eher mythologische Legende beschreibt den Ursprung des Taijiquan bei Zhang Sanfeng, einem daoistischen Weisen. Dieser beobachtete einst den Kampf eines Kranichs mit einer Schlang. Geschickt wich die Schlange dem zustoßenden Schnabel des Kranich aus. Aus dieser Erkenntnis entwickelte er eine neue Kampfkunst, deren Bewegungen sanft und geschmeidig, sind aber auch - je nach Tradition - explosive Elemente (Fali) enthalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Chen-Stil Taijiquan</strong></h2>



<p>Wir unterrichten in den laufenden Kursen hauptsächlich das Taijiquan des Chen-Stil, welche auf dem Taijiquan von Chen Yu, dem Sohn von Chen Zhaokui und Enkel von Chen Fake, basiert. Dieses zeichnet sich besonders durch eine sehr genaue Positionierung aus. Durch diese und der ihr zugrunde liegenden Spiraldynamik wird ein geschmeidiger und zugleich kraftvoller Bewegungssablauf ermöglicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Stilübergreifendes Taijiquan</strong></h2>



<p>In der Geschichte des Taijiquan haben sich viele Stile entwickelt. Als Ursprung kann bei allen das Chen-Taijiquan angesehen werden. Daraus haben sich im Laufe der Geschichte viele weitere Stile entwickelt wie zum Beispiel Zhaobao, Yang, Wu, Sun oder Sha. In der neueren Zeit haben sich daraus wiederum einige Kurz- und Mischformen entwickelt, welche wir teilweise in einzelnen Seminaren unterrichten. Sehr häufig hört man von überzeugten Vertretern dass dieser oder jender Stil der Beste sei. In der Realität ist jeder Stil nur so gut wie das Verständnis des jeweils Praktizierenden. So kann man auch in einer sehr einfachen Form wie der „Pekingform“ viel Inhalt finden wenn man sich darauf einlässt. Und auch komplexe Formen können sinnentleert sein, wenn man lediglich Bewegungen automatisch „abspult“.</p>



<p>Bei Daowege respektieren wir daher jede Tradition und haben einen undogmatischen Zugang zu den Künsten – entsprechend dem Dao. Frei nach Laozi:</p>



<p class="has-text-align-center"><em>"Das Dao das genannt werden kann, ist nicht das wahre Dao."</em></p>



<p class="has-text-align-center"><em>"Das Taijiquan das genannt werden kann, ist nicht das wahre Taijiquan."</em></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Martial Arts</title>
		<link>https://www.daowege.de/martial-arts/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 18:47:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Martial Arts als Überbegriff der Kampfkünste – ob modern oder traditionell – hat verschiedene Aspekte. Einerseits geht es natürlich darum zu lernen wie man auf körperliche Auseinandersetzungen reagiert und diese schon vorab deeskaliert. Auf der anderen Seite kann die Kampfkunst auch als ganzheitliche Bewegungskunst gesehen werden und auch - je nach Lehre - als Lebensphilosophie. [&#8230;]]]></description>
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<p>Martial Arts als Überbegriff der Kampfkünste – ob modern oder traditionell – hat verschiedene Aspekte. Einerseits geht es natürlich darum zu lernen wie man auf körperliche Auseinandersetzungen reagiert und diese schon vorab deeskaliert. Auf der anderen Seite kann die Kampfkunst auch als ganzheitliche Bewegungskunst gesehen werden und auch - je nach Lehre - als Lebensphilosophie. Diese Philosophie wird vor allem in den Namen verschiedener japanischer Kampfkünste deutlich. So findet man den „Weg“ das Do (chin. Dao 道) z.B. im Judo (柔 道) im Aikido (合気道) oder im Kendo (剣道). Aber was bedeutet „Weg“ in diesem Sinne? Es bezeugt eine Hingabe an eine harmonische Lebenshaltung und eine Bereitschaft über das Wirken des Lebens und der inne wohnenden Weisheit der Natur zu lernen. Aus diesem Grund haben sich Künste wie das Aikido oder auch das Taijiquan von einer ursprünglichen Kampfkunst zu einem Übungsweg entwickelt bei dem die Aspekte der Selbstverteidigung nicht unbedingt im Fokus stehen, jedoch fokusiert werden können.</p>



<p>Andere Kampfkünste wie das Yi Quan üben sich hingegen mehr im freien Sparring unterscheiden sich jedoch von Kampf-"Sportarten" dadurch, dass sie ebenfalls in einer tiefgründigen Lebensphilosophie eingebunden sind.</p>



<p></p>
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		<title>Nüzi Qi Gong - Frauen Qi Gong</title>
		<link>https://www.daowege.de/frauen-qi-gong/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 14:02:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Frauen Qi Gong - ein Juwel für Frauen
Frauen Qigong, im chinesischen „Nüzi Qigong“ wurde vor allem durch Liu Ya Fei in Deutschland bekannt. Sie erlernte diese und andere Qigong Systeme von ihrem Vater Liu Gui Zhen, welcher die Qigong Klinik in Beidaihe gründete. Dieser prägte in den 50er Jahren den Begriff des Qigong und überarbeitete das System des...]]></description>
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<p><strong>Was ist das Besondere an Frauen Qi Gong?</strong></p>



<p>Frauen Qigong, im chinesischen „Nüzi Qigong“ wurde vor allem durch Liu Ya Fei in Deutschland bekannt. Sie erlernte diese und andere Qigong Systeme von ihrem Vater Liu Gui Zhen, welcher die Qigong Klinik in Beidaihe gründete. Dieser prägte in den 50er Jahren den Begriff des Qigong und überarbeitete das System des sogenannten Innennährenden Qigong (Nei Yang Gong) zu therapeutischen Zwecken, um es einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es ist wichtig zu erinnern, dass die vielen verschiedenen Übungsstile des Qigong daher resultieren, dass sie früher nur im klösterlichen Kontext oder in einem kleinen inneren Kreis bzw. innerhalb der Familie tradiert wurden.</p>



<p><strong>Nüzi Qigong</strong> spricht die weibliche energetische und leibliche Anatomie in einem besonderen Maße an. Vor allem der Sondermeridian Renmai, das sogenannte „Meer des Yin“, wird in vielen Übungen des Nüzi Qigong angesprochen und aktiviert.</p>



<p>Nüzi Qigong wirkt regulierend und heilend bei einer Vielzahl von Frauenbeschwerden, wie z.B.</p>



<p>- Dysmenorrhoe</p>



<p>- Amenorrhoe</p>



<p>- unregelmäßige Menstruation (zu langer, zu kurzer Zyklus)</p>



<p>- PMS</p>



<p>- Uterusvorfall</p>



<p>- Inkontinenz</p>



<p>- mangelnde Libido</p>



<p>- unerfüllter Kinderwunsch</p>



<p>- hormonelle Dysbalancen</p>



<p>- menopausale Beschwerden, wie z.B. Hitzewallungen</p>



<p></p>



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<p><strong>Renmai - der Wundermeridian als Schlüssel in der Frauenheilkunde</strong></p>



<p>Gerne möchte ich dich zu einem klitzekleinen Ausflug zum Wunder- bzw. Sondermeridian Renmai einladen, der nicht nur im Frauen Qi Gong sondern auch in der TCM eine wichtige Rolle einnimmt. </p>



<p>„Ren“ bedeutet Verantwortung bzw. Kontrolle und „mai“ bedeutet Gefäß. Dieser Sondermeridian wird als Zusammenfluss aller Yin Leitbahnen gesehen und auch als „Meer des Yin“ bezeichnet. Es reflektiert alle Yin-Funktionen, welche das auffüllende und nährende Prinzip darstellen. Alle Akupunkturpunkte des Renmai unterhalb des Nabels sind wichtig in der Therapie von Frauenbeschwerden, wie z.B. Dysmenorrhoe, Amenorrhoe, Uterusprolaps, rezidivierende Harnwegsinfekte, PMS, unerfüllter Kinderwunsch, mangelnde Libido, Inkontinenz etc. „Ren“ bedeutet zudem Empfängnis und somit nimmt diese Sonderleitbahn rund um das Thema der Empfängnis, der Schwangerschaft und des Wochenbetts einen wichtigen Stellenwert ein.</p>



<p>Der Renmai verläuft entlang der Mittellinie des Abdomens und Thorax nach oben. Er beginnt in der Mitte des Perineums ( Ren 1, „hui yin“ genannt) und endet in der Mitte des Unterkiefers in der Mulde in der mento-labialen Falte (Ren 24, „cheng jiang“ genannt). Im Bereich des unteren Abdomens ist das sogenannte (untere) Dantian lokalisiert, ein wichtiges Energiezentrum im Bauch- &amp; Beckenraum. Dieses Kraftreservoir beherbergt die tiefsten Energien des Körpers. Ren 4 und Ren 6 gehören daher zu den wichtigsten tonisierenden und nährenden Akupunkturpunkten unseres Körpers, natürlich bei beiden Geschlechtern.</p>



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<p><strong>Abschließendes zum heilsamen Potential des Frauen Qigong</strong></p>



<p>Sobald wir uns auf dem Qigong Pfad oder in der chinesischen Medizin bewegen treffen wir auf das Konzept von <strong>Yin und Yang. </strong>Die meisten kennen die Yin Yang Monade. Hierbei handelt es sich um polare Kräfte, die einander bedingen und sich wechselseitig durchdringen. Sie sind einander ebenbürtig und doch unterschiedlich in ihren Qualitäten. Im Qi Gong kultivieren wir unser Gespür für diese feinen Kräfte, die in uns und um uns herum wirken. Dadurch erhalten wir ein tieferes Verständnis von den Gesetzmäßigkeiten des Lebens und den natürlichen Zyklen. Wir lernen wie wir uns natürlich und harmonisch in dieser Welt ausrichten können, daher ist Qi Gong in meinen Augen eine Lebenskunst.. Es geht um das Ausbalancieren der Kräfte. Das Yin Prinzip, das weibliche Prinzip, wird in unserer Leistungs-orientierten umtriebigen schnelllebigen Gesellschaft oft vernachlässigt oder gar vergessen. Viele Menschen kommen erst in der Nacht (Yin) zur Ruhe und sind tagsüber (Yang) in ihrem erschöpfenden Hamsterrad. Die Übungen sind aus der Beobachtung der Natur, der Pflanzen- und Tierwelt erwachsen. Die Erde (Yin) bewahrt die Samen und lässt diese reifen. Sie repräsentiert das nährende, Leben spendende Prinzip. Im Frauen Qi Gong erfahren und vertiefen wir genau diese uns bereits innewohnenden Qualitäten. Wir lernen in uns zu ruhen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Es geht nicht darum, die Bewegungen stets aktiv und kraftvoll zu führen, sondern der sanften Kraft des Yin Raum zu geben. Anmut, Sanftheit und Geschmeidigkeit entfalten sich. Wir entdecken die Leichtigkeit des Seins wieder, erfahren, dass wir uns nicht immer aktiv bemühen müssen, sondern auch mal „sein lassen dürfen“. Geschehen lassen. Es geht um Hingabe und Loslassen – Qualitäten, die in unserer Gesellschaft keinen hohen Stellenwert genießen, aber sehr heilend und transformativ wirken. Es ist eine wunderschöne Übungstradition, um die eigene Weiblichkeit zu pflegen und im Kreis von Frauen in dieser wunderbaren „Yin Energie“ förmlich zu baden. </p>



<p>In der Sanftheit liegt eine Kraft, die der dynamischen Kraft des Yang ebenbürtig ist und wenn wir ihr Raum geben, erfahren wir mehr und mehr Leichtigkeit in unserem Leben. Innere pulsierende Lebendigkeit durchströmt uns und unsere Herzen öffnen sich. Man könnte viel darüber schreiben, aber letzten Endes lässt es sich in seiner Fülle nur erfahren. </p>



<p>Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken dieses Weges.</p>
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		<title>Das Element Erde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 13:43:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[„In den ursprünglichen Diagrammen der 5 Elemente wurde die Erde als das zentrale Element dargestellt, um das sich Wasser und Holz, Feuer und Metall den vier Himmelsrichtungen entsprechend anordneten...Unsere Sprache kennt viele Redensarten, die unsere Verbindung mit der Erde ausdrücken, wie z.B. „mit beiden Beinen auf der Erde stehen“, „den Boden unter den Füßen verlieren“...]]></description>
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<p><strong>In seiner Mitte ruhen und geborgen sein</strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„In den ursprünglichen Diagrammen der 5 Elemente wurde die Erde als das zentrale Element dargestellt, um das sich Wasser und Holz, Feuer und Metall den vier Himmelsrichtungen entsprechend anordneten...Unsere Sprache kennt viele Redensarten, die unsere Verbindung mit der Erde ausdrücken, wie z.B. „mit beiden Beinen auf der Erde stehen“, „den Boden unter den Füßen verlieren“...Die Erde ist unsere zentrale physische Realität von dem Augenblick an, in dem unser Leben im Mutterleib beginnt, bis hin zu dem Moment, in dem wir selber wieder zu Erde werden. Unser Realitätssinn stützt sich auf die Stärke des Erdelements in uns. Wie wir auftreten, ob wir mit beiden Beinen im Leben stehen, ob wir uns in diesem Leben zu Hause und geborgen fühlen, ob wir uns im großen und ganzen wohl in unserer Haut fühlen und ob unsere Ausstrahlung und unser Aussehen gesund und vital sind – all dies hängt von unserer Verbindung mit der Erde ab...“ (Achim Eckert, aus „Das heilende Tao“)</p>
</blockquote>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Einführung – die Wandlungsphase Erde innerhalb der fünf Elemente</strong></p>



<p>Das Konzept der fünf Wandlungsphasen ist neben dem Yin-Yang-Konzept ein wesentlicher Grundpfeiler der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM). Dieser Schatz ist aus der Beobachtung der Natur entstanden und bewährt sich, obwohl viele tausende Jahre alt, immer noch in der Diagnose und Behandlung. Die fünf Wandlungsphasen oder Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) bedingen und durchdringen einander. Das Leben fließt und permanente Veränderung ist charakteristisch für diesen Fluss. So wie die Jahreszeiten sich beständig wandeln, vollzieht sich diese Wandlung auch in uns und zeichnet sich durch bestimmte Qualitäten und Merkmale aus. Sie entziehen sich einer klaren Trennung und Kategorisierung, so wie wir es in unserem westlichen Denken gewohnt sind. So können wir dieses Konzept nicht allein mit unserem Kopf-Denken in seiner Tiefe erschließen, es braucht unser intuitives Denken und Spüren, um es zu verinnerlichen und auf feineren Ebenen zu ergründen.</p>



<p>Alle Wandlungsphasen sind gleichermaßen wichtig und dennoch nimmt das Erdelement eine herausragende Stellung ein. In vielen Kulturen wird die Erde als göttliche Urmutter verehrt, die ihre Kinder (die Menschen, Pflanzen und Tiere) großzügig und selbstlos nährt und umsorgt. Sie gebiert Leben und wir kehren zu ihr zurück, wenn wir diese Daseinsform verlassen. Der Spätsommer ist die Jahreszeit des Erdelements, eine Zeit der Fülle und der Ernte. Es ist die Zeit wo die Ernte in die Kornkammern gebracht und für den Winter haltbar gemacht wird. In Zeiten von Supermärkten, 24/7 online shopping und Überfluss haben die meisten Menschen den Bezug zum Geben und Nehmen im Kreislauf der Natur verloren. Alles ist wie selbstverständlich zu jeder Zeit vorhanden – so scheint es.</p>



<p>Eine der großen Schulen der Chinesischen Medizin, welche von Li Dongyuan (1180 – 1251) begründet wurde, betont die Stärkung des Magen und Milz Funktionskreislaufes.</p>



<p>Von der physiologischen Position her liegen beide Organe in der Mitte des Körpers – im mittleren der „drei Erwärmer“. Die Funktion von Milz und Magen ist es alle Organe zusammen bzw. an ihrem Platz zu halten und sie zu nähren. Aus diesem Grund nennt man sie auch Mitte. Die traditionelle chinesische Vorstellung der Funktion von Magen und Milz ist nicht auf physische Begebenheiten begrenzt, sondern vielmehr ein energetisches Konzept. So ist die Funktion der „energetischen Milz“ in der chinesischen Medizin nicht mit dem Organ Milz der modernen westlichen Medizin identisch. Zudem gab es im alten China kein konkretes Wissen über die einzelnen Drüsen und die Aufgaben des Hormonsystems. Eine „starke Mitte“ entspricht - übersetzt in die Terminologie der westlichen Medizin – daher eher einem gut funktionierenden Verdauungssystem, und zwar insbesondere einer guten Funktion von Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse. Die Mitte hält nicht nur alle Organe zusammen, sondern versorgt sie auch noch mit Wärme, Blut und Energie. Ähnlich wie die Sonne in unserem Sonnensystem, ist die Mitte der nährende, ruhende Pol des Körpers.</p>
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		<title>Akupressur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kosan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2024 13:26:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Akupressur hatte wie andere fernöstlichen Heilkünste wie z.B. Shiatsu eine Hochblüte in den 80er und 90 er Jahren in Deutschland. Leider ist dieser uralte Schatz der chinesischen Medizin in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. Akupressur gibt uns Therapeuten, Dozenten und auch unseren Patienten und damit Mitmenschen wertvolle Techniken für ]]></description>
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<p>Die Akupressur hatte wie andere fernöstlichen Heilkünste wie z.B. Shiatsu eine Hochblüte in den 80er und 90 er Jahren in Deutschland. Leider ist dieser uralte Schatz der chinesischen Medizin in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. <strong>Akupressur</strong> gibt uns Therapeuten, Dozenten und auch unseren Patienten und damit Mitmenschen wertvolle Techniken für den (Praxis-)Alltag an die Hand, die leicht umsetzbar sind. Es sind einfache Handwerkzeuge, die jedem Menschen zugänglich sind und innerhalb kürzester Zeit erlernt und angewendet werden können. In meinem Praxisalltag gebe ich meinen Patienten einfache Übungen an die Hand, damit sie eigenverantwortlich und aktiv den Genesungsprozess unterstützen und ihre Ressourcen stärken können. Wir dürfen nicht vergessen, dass die <strong>Prävention</strong> immer noch das höchste Gut in den fernöstlichen Heilmethoden darstellt und die regelmäßige Anwendung von Akupressur und anderen Methoden nicht nur das Wohlbefinden fördert, sondern auch die Lebenskraft (chinesisch „Qi“) stärkt.</p>



<p>Die Akupressur entstammt dem weiten Gebiet der <strong>Traditionell Chinesischen Medizin.</strong> Neben der Akupunktur, Kräutermedizin, der manuellen Behandlungsform Tuina, Dietätik, Moxibustion und Künsten wie Qi Gong oder Taijiquan ist sie ein wertvolles Handwerkszeug in der ganzheitlichen Behandlung. Da sie in der Traditionell Chinesischen Medizin wurzelt, liegt ihr die Theorie dieser Erfahrungsmedizin zugrunde. Das Faszinierende an der TCM ist, dass sich ihr Wissen über einen sehr langen Zeitraum von vielen tausenden Jahren angesammelt hat – aus der Beobachtung der Natur, des Menschen und den Gesetzmäßigkeiten zwischen Himmel und Erde heraus. Der gesamte Makrokosmos (die Natur) spiegelt sich im Mikrokosmos des Menschen wieder. Dieser reiche Erfahrungsschatz wurde erstmalig im 3.Jahrhundert vor Christus im „Neijing“ zusammengefasst. Weitere Konzepte wie die fünf Wandlungsphasen (fünf Elemente), das Verständnis von Yin und Yang sowie die energetische Anatomie (das Leitbahnen- / Meridian – Netz des Körpers) bilden die fundamentalen Grundlagen zur ganzheitlichen Behandlung. Die Disharmonien zeigen sich im Organismus zunächst auf einer feinen energetischen Ebene. Wenn man diese frühzeitig genug aufspürt und der Organismus wieder in seinen harmonischen Zustand zurückfindet, leben wir das Prinzip der Prävention. Ist das Gleichgewicht von Yin und Yang Kräften über einen längeren Zeitraum oder in einer bestimmten Intensität ins Ungleichgewicht geraten, entstehen Beschwerden. Verschiedene innere wie äußere pathogene Faktoren können hier eine Trigger-Funktion übernehmen. Beispiele für äußere pathogene Faktoren sind z.B. klimatische Bedingungen wie Wind, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit oder Kälte. Zu den inneren pathogenen Faktoren zählen Emotionen wie z.B. Zorn, Frustration, Übermaß an Freude, Sorge, Grübeln, Trauer und Angst. Die Emotionen und klimatischen Bedingungen an sich sind nicht das Problem! Nur wenn diese auf einen geschwächten oder disharmonischen Organismus treffen, der entsprechende Empfindlichkeiten aufweist (Disposition) kommt es Beschwerden. Andere Krankheitsursachen, die zu berücksichtigen sind, sind Fehlernährung, Umwelteinflüsse, Unfälle, Stress, Bewegungsmangel etc.</p>



<p>Das Spannende an der Akupressur ist, dass wir unsere Handwerkszeuge zur Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts immer mit uns haben, nämlich unsere Hände.</p>



<p>Achtsame Berührung ist der Weg.</p>
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