Daowege

fernöstliche Heil- & Bewegungskünste

FERYAL S. GENC

 

Die Zen Praxis kam vor über 14 Jahren unerwartet in mein Leben und zeitgleich öffneten sich die Türen des Taijiquan und des Qi Gong. Nachdem ich in meiner Jugend viele Jahre orientalischen Tanz praktiziert hatte, lernte ich nun jahrtausendealte bewährte Wege kennen Geist UND Körper zu kultivieren – das faszinierte mich damals und tut es auch heute noch. Mit dem Wunsch nach mehr Partnerübungen, wechselte ich ein Jahr später vom Taijiquan zum Aikido, welches ich 7 Jahre praktizierte. Qi Gong jedoch begleitete mich von dem Zeitpunkt an kontinuierlich und sollte mich zu verschiedenen Qi Gong Ausbildungen führen. Shiatsu lernte ich nahezu zeitgleich durch meinen jetzigen Ehemann kennen und endlich hatte ich nach langem Suchen, etlichen Sackgassen und einem Studienabbruch eine Spur, die meinen Herz/Geist (chinesisch: Shen) ansprach. Der Wunsch diese Künste und damit das Leben selbst ergründen, mit ihnen wachsen und diese Schätze teilen begleitet mich seitdem. So setzte sich ein Puzzlestück ums andere zusammen: die dreijährige Heilpraktikerausbildung in Vollzeit mit dem Schwerpunkt klassische Homöopathie, die chinesische Medizin und die Qi Gong Ausbildungen fügten sich ganz natürlich in den Fluss des Lebens zu einem harmonischen Ganzen. Ich bin zu Hause angekommen und doch geht die Reise stets weiter...die Kraft der Gruppe und die Unterstützung durch einen Lehrer/eine Lehrerin habe ich dabei immer als ein großes Geschenk empfunden.

 

Mein Dank gilt an alle Lehrer und Lehrerinnen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. Besonders die Begegnung mit meinem Zenlehrer Genro hat mich in meinem Wirken nachhaltig geprägt und inspiriert.

 

Für mich bergen diese Wege, ob nun stille Meditation, Qi Gong, Taijiquan, Shiatsu oder die Heilkünste das Potential tiefgreifende heilsame Prozesse zu unterstützen und zu initiieren. Sie begegnen sich in ihrem Kern, die Form ist letzten Endes nur das tragende „Vehikel“.

 

 

Ein Schüler fragt den Meister/die Meisterin:
„Kann ich irgendetwas tun, um erleuchtet zu werden?“
„Genauso wenig, wie du dazu beitragen kannst, dass die Sonne aufgeht.“
„Wozu dann geistige Übungen praktizieren?“ „Damit du wach bist, wenn die Sonne aufgeht.“

                                                                                                                                    (nach Anthony de Mello)